Überhandtuch

Das hier vorgestellte Tuch ist auf feinem, eng gewebtem Leinen gestickt. Es ist das letzte Werk von Ilse Pawlowsky. Aus einem Herz entspringen drei Blätterranken in hellblau mit Tulpen und runden Blüten. Zwei zarte Vögel sitzen auf den Ranken. Am unteren Rand ziert ein breites Band in reich verziertem Doppeldurchbruch den unteren Saum.

Üerhandtuch von Ilse Pawlowsky, 1987

Die Tulpen und das Herz der bunten Stickerei erhalten ihre Kontur mit einem hellblauen Knötchenstich. Der ebenfalls hellblaue Kettstich umrandet die Kontur. Das Herz und die runden Blüten werden mit blauem Schnürloch verziert.

Das Herz wird mit vertikalen Stangen, die von gestickten Rosen/Sternen (Wickelstich) unterbrochen werden, in weiß ausgeschmückt.

Die beiden kleineren Tulpen sind mit Waffelstich ausgefüllt. Die große Tulpe ist mit Röschenstich in Limet-Technik gestickt.

Die runden Blüten sind mit Ausschnittstickerei ausgeschmückt. Die Ränder des Kreises sind mit weißem Schlingstich gesichert. Eine 8-strahlige Spinne füllt den Kreis. Die Spinnenfäden werden umwickelt. Die Mitte wird kreisförmig umstopft. Von einem zweiten Kreis gehen 8 Zacken in feiner Nadelspitze bis zum äußeren Rand ab. Kleine umwickelte Ästchen an den Spinnenfäden lassen das Muster dichter erscheinen.

Detailansicht aus dem Überhandtuch

Die breite Spitze am unteren Rand des Überhandtuchs ist in lichtem Durchbruch gearbeitet. Der Hohlsaum wird mit Erbslochhohlsaum und Schlingstich eingefasst. In der Mitte der Durchbruchstickerei wird mit Stopfstich ein Bauernpaar) ausgefüllt. Zu beiden Seiten, symmetrisch angeordnet, werden mit Stopfstich und Röschenstich die Muster eingearbeitet.

Muster in lichtem Durchbruch mit Stopfstich und Röschenstich gefüllt